kosmetiktests.de

Ratgeber · Gesichtsöl

Gesichtsöl richtig anwenden

Vor oder nach der Creme? Wie viele Tropfen sind richtig? Wir zeigen Schritt für Schritt, wie du dein Gesichtsöl richtig anwendest – und welche Fehler du vermeiden solltest.

Von Dr. Mira AlbersAktualisiert 04. Oktober 2026

Titelbild zum Ratgeber: Gesichtsöl richtig anwenden

Das Wichtigste in Kürze

Gesichtsöl wirkt am besten auf leicht feuchter Haut und wird als letzter Pflegeschritt aufgetragen. Zwei bis drei Tropfen genügen – entscheidend sind die richtige Reihenfolge, sanftes Eindrücken statt Rubbeln und ein Öl, das zu deinem Hauttyp passt.

  • Gesichtsöl immer als letzten Schritt der Pflegeroutine auftragen.
  • Zwei bis drei Tropfen reichen für das ganze Gesicht.
  • Auf leicht feuchter Haut zieht das Öl besser ein.
  • Trockene Haut verträgt reichhaltige Öle, ölige Haut leichte wie Jojoba oder Squalan.
  • Sanft eindrücken statt einreiben – so bleibt die Hautbarriere geschont.

Warum Gesichtsöl so gut wirkt

Gesichtsöl versorgt die Haut mit Lipiden, die sie im Alltag durch Reinigung, Heizungsluft und UV-Strahlung verliert. Es kann die Hautbarriere stärken und helfen, Feuchtigkeit langfristig im Gewebe zu halten.

Anders als viele Cremes besteht ein Gesichtsöl zu hundert Prozent aus Wirkstoffen – ohne Wasser, Emulgatoren oder Konservierungsstoffe. Deshalb reichen schon wenige Tropfen für eine spürbare Pflegewirkung.

Der richtige Moment in der Pflegeroutine

Die goldene Regel lautet: Öl kommt zuletzt. Nach Reinigung, Toner, Serum und Creme bildet das Öl eine schützende Schicht, die die vorher aufgetragenen Wirkstoffe einschließt.

Trägst du das Öl vor der Creme auf, kann die Creme kaum noch einziehen – die wasserbasierten Inhaltsstoffe kommen durch die Ölschicht nicht hindurch. Wer es leichter mag, mischt alternativ ein bis zwei Tropfen Öl direkt in die Creme.

Die richtige Dosierung: Weniger ist mehr

Zwei bis drei Tropfen reichen für das gesamte Gesicht. Mehr Öl pflegt nicht besser, sondern hinterlässt nur einen glänzenden Film, der langsam einzieht.

Verteile die Tropfen in den Handflächen, erwärme das Öl kurz und drücke es dann sanft auf die Haut. So verteilt es sich gleichmäßig und du brauchst nicht nachzureiben.

Auf feuchter oder trockener Haut auftragen?

Leicht feuchte Haut ist ideal: Das Öl bindet die Feuchtigkeit und zieht spürbar schneller ein. Sprühe dazu nach der Reinigung etwas Thermalwasser oder Toner auf oder trage das Öl direkt nach dem Serum auf.

Auf komplett trockener Haut bleibt das Öl länger an der Oberfläche. Wer morgens wenig Zeit hat, sollte das Öl deshalb nie auf die trockene Haut geben – sonst glänzt das Gesicht unter dem Make-up.

Eindrücken statt einreiben

Die sanfteste Anwendung ist das Eindrücken: Lege die Handflächen mit dem erwärmten Öl flach auf Wangen, Stirn und Kinn und drücke leicht an. Die Wärme der Hände hilft dem Öl beim Einziehen.

Kreisförmiges Rubbeln belastet die Hautbarriere und kann Rötungen begünstigen. Gerade bei empfindlicher Haut oder Rosazea ist die Drucktechnik die deutlich bessere Wahl.

Empfehlung der Redaktion
Nailara Naturkosmetik Bio Rosenöl

Nailara Naturkosmetik Bio Rosenöl

(63)
39,00 €
Für deine GesichtspflegeTestsieger

Ergänzt die Pflege bei trockenen Gesichtspartien und Spannungsgefühlen und hilft, die Haut geschmeidig zu halten.

Zum Testbericht

Welches Öl passt zu welchem Hauttyp?

Trockene Haut profitiert von reichhaltigen Ölen wie Hagebuttenkernöl, Arganöl oder Avocadoöl. Sie liefern viele Lipide und lassen raue Stellen schnell weicher wirken.

Ölige und Mischhaut verträgt leichte, nicht komedogene Öle wie Jojobaöl, Squalan oder Traubenkernöl. Sie regulieren sogar die Talgproduktion, statt sie anzuregen. Empfindliche Haut greift am besten zu Mandelöl ohne Duftstoffe.

Hagebuttenkernöl – der Regenerator

Hagebuttenkernöl ist reich an Linolsäure und Vitamin A und gilt als Geheimtipp für ein ebenmäßiges Hautbild. Es unterstützt die Regeneration und wird gern bei Pigmentflecken und kleinen Narben eingesetzt.

Das Öl zieht mittelschnell ein und eignet sich besonders für die Abendroutine. Wegen des Vitamin-A-Gehalts sollte es frisch und lichtgeschützt aufbewahrt werden.

Jojobaöl und Squalan für ölige Haut

Jojobaöl ähnelt dem hauteigenen Talg so sehr, dass die Haut ihre eigene Ölproduktion herunterfahren kann. Es zieht schnell ein und glänzt kaum.

Squalan ist ein besonders leichtes, geruchloses Öl, das fast jede Haut verträgt. Es eignet sich auch als Einstieg für alle, die bisher vor Gesichtsöl zurückgeschreckt sind.

Gesichtsöl am Morgen oder am Abend?

Abends entfaltet Gesichtsöl seine volle Wirkung, weil die Haut in der Nacht regeneriert und das Öl über Stunden einwirken kann. Reichhaltige Öle wie Argan oder Hagebutte gehören klar in die Abendroutine.

Am Morgen sind leichte Öle in kleiner Dosierung möglich – wichtig ist nur, danach einen Sonnenschutz aufzutragen. Einzelne Öle können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.

Gesichtsöl und Make-up verbinden

Unter Make-up funktioniert Gesichtsöl, wenn du es dünn aufträgst und fünf bis zehn Minuten einziehen lässt. Ein bis zwei Tropfen, gut eingedrückt, geben ein natürliches Strahlen ohne Glanz.

Beliebt ist auch das Mischen: Ein Tropfen Öl in der Foundation macht sie geschmeidiger und das Finish dewy. Für ölige Haut ist diese Variante allerdings meist zu reichhaltig.

Häufige Anwendungsfehler

Der größte Fehler ist die falsche Reihenfolge: Öl vor der Creme blockiert deren Wirkstoffe. Ebenso verbreitet ist die Überdosierung – mehr als drei Tropfen liegen nur auf der Haut.

Auch Ungeduld führt zu schlechten Ergebnissen: Wer sofort Make-up oder Sonnencreme aufträgt, verwischt das Öl, bevor es einziehen konnte. Plane zwischen den Schritten immer ein paar Minuten ein.

Gesichtsöl bei unreiner Haut

Unreine Haut braucht keinen Ölverzicht – im Gegenteil: Leichte, nicht komedogene Öle wie Jojoba oder Traubenkernöl können die Talgproduktion ausgleichen. Wichtig ist, auf komedogene Öle wie Kokosöl zu verzichten.

Bei akuter, entzündlicher Akne gehört die Pflege allerdings in ärztliche Hände. Ein Öl kann die Routine ergänzen, ersetzt aber keine Behandlung.

Massage und Tools: Gua Sha und Roller

Eine sanfte Gesichtsmassage mit den Fingern oder einem Gua-Sha-Stein verteilt das Öl gleichmäßig und regt die Durchblutung an. Arbeite dabei immer von der Gesichtsmitte nach außen und von unten nach oben.

Der Stein oder Roller sollte gleiten, nicht ziehen – dafür sorgt eine ausreichende Menge Öl auf der Haut. Zwei bis drei Minuten Massage pro Abend reichen völlig aus.

Haltbarkeit und Lagerung

Gesichtsöle sind empfindlich gegen Licht, Wärme und Luft. Dunkle Glasflaschen mit Pipette oder Pumpspender schützen den Inhalt am besten.

Nach dem Öffnen sind die meisten Öle sechs bis zwölf Monate haltbar. Riecht das Öl ranzig oder verändert es die Farbe, gehört es nicht mehr auf die Haut.

Unser Fazit: Mit der richtigen Technik zum Glow

Gesichtsöl richtig anzuwenden ist einfacher als gedacht: Als letzter Schritt, zwei bis drei Tropfen, auf leicht feuchter Haut sanft eindrücken. Mit dieser Routine holst du das Maximum aus jedem Öl.

In unserem Gesichtsöl-Test hat das Hagebuttenkernöl Bio mit seiner regenerierenden Wirkung überzeugt. Wer ein Dufterlebnis sucht, greift zum Nailara Bio Rosenöl – beide Produkte findest du mit allen Details in unseren Testberichten.

Empfehlung der Redaktion
Nailara Naturkosmetik Bio Rosenöl

Nailara Naturkosmetik Bio Rosenöl

(63)
39,00 €
Für deine GesichtspflegeTestsieger

Ergänzt die Pflege bei trockenen Gesichtspartien und Spannungsgefühlen und hilft, die Haut geschmeidig zu halten.

Zum Testbericht

Häufige Fragen: Gesichtsöl richtig anwenden

Trägt man Gesichtsöl vor oder nach der Creme auf?

Immer nach der Creme als letzter Schritt. Das Öl verschließt die vorher aufgetragenen Wirkstoffe und hindert sonst die Creme am Einziehen.

Wie viele Tropfen Gesichtsöl sind richtig?

Zwei bis drei Tropfen reichen für das ganze Gesicht. Mehr Öl liegt nur auf der Haut und zieht langsamer ein.

Ist Gesichtsöl für ölige Haut geeignet?

Ja, leichte Öle wie Jojoba oder Squalan können die Talgproduktion sogar ausgleichen. Wichtig ist, auf nicht komedogene Öle zu setzen.

Kann ich Gesichtsöl jeden Tag verwenden?

Ja, tägliche Anwendung ist ideal – abends reichhaltiger, morgens eher dünn und mit anschließendem Sonnenschutz.

Zieht Gesichtsöl besser auf feuchter Haut ein?

Ja, auf leicht feuchter Haut bindet das Öl die Feuchtigkeit und zieht spürbar schneller ein als auf trockener Haut.

Kann Gesichtsöl Pickel verursachen?

Nicht komedogene Öle wie Jojoba, Squalan oder Hagebutte verstopfen die Poren nicht. Komedogene Öle wie Kokosöl sollten im Gesicht vermieden werden.

Wie lange hält ein geöffnetes Gesichtsöl?

Meist sechs bis zwölf Monate. Dunkle Lagerung, verschlossene Flasche und ein sauberer Spender verlängern die Haltbarkeit.

Kann ich Gesichtsöl unter Make-up tragen?

Ja, dünn aufgetragen und nach fünf bis zehn Minuten Einwirkzeit. Alternativ einen Tropfen direkt in die Foundation mischen.

Was ist der Unterschied zwischen Gesichtsöl und Serum?

Seren sind meist wasserbasiert und liefern Wirkstoffe wie Hyaluron, Öle liefern Lipide und schützen die Hautbarriere. Ideal ist die Kombination: erst Serum, dann Öl.

Welches Gesichtsöl ist das beste?

In unserem Test überzeugte das Hagebuttenkernöl Bio mit seiner regenerierenden Wirkung. Welches Öl passt, hängt vor allem vom Hauttyp ab.

Das könnte dich auch interessieren

Lippenpflege

Ratgeber

Lippenpflege für trockene Lippen

Trockene, spröde Lippen? Hier erfährst du, warum Lippen so schnell austrocknen, welche Inhaltsstoffe wirklich helfen und wie du mit einer einfachen Routine dauerhaft geschmeidige Lippen bekommst.